Fragen & Antworten: Self-Publishing-Beratung

Wann sich Beratung lohnt, was sie kostet – und woran du schwarze Schafe erkennst.

Brauche ich eine Self-Publishing-Beratung?

Meistens nicht für den Start – die Standardfragen (Plattform, ISBN, Formatierung, Preis) sind gut dokumentiert, auch hier im Portal unter Self-Publishing für Einsteiger. Sinnvoll wird individuelle Beratung, wenn Geld auf dem Spiel steht: vor teuren Dienstleister-Paketen, bei Verlagsverträgen für Hybrid-Autoren oder wenn ein Buch trotz solider Arbeit nicht verkauft und du die Ursache nicht findest.

Wer bietet seriöse Beratung an?

Drei Anlaufstellen: Der Selfpublisher-Verband e.V. vertritt über 1.800 unabhängige Autoren, bietet eine Online-Akademie, monatliche Seminare und regionale Treffen (Mitgliedschaft: 120 Euro im Jahr). Daneben gibt es freie Berater und Autorencoaches – oft erfahrene Self-Publisher, die einzeln nach Stunden abrechnen. Und die Communitys: Autorenforen und -gruppen, in denen erfahrene Kollegen kostenlos Fragen beantworten.

Was kostet professionelle Beratung?

Frei vereinbart – übliche Modelle sind Stundensätze oder Pauschalen für definierte Leistungen (z. B. Veröffentlichungs-Check, Marketing-Sprechstunde). Vergleiche vorher, was die Leistung konkret umfasst, und miss sie am Marktwert: Eine Beratung, die mehr kostet als Lektorat und Cover zusammen, muss das erst einmal rechtfertigen.

Woran erkenne ich unseriöse Angebote?

An drei Mustern. Erstens: „Verlag sucht Autoren“ – seriöse Verlage suchen nicht per Anzeige und verlangen kein Geld; wer Druckkostenzuschüsse fordert, verkauft dir eine Dienstleistung im Verlagskostüm. Zweitens: Pauschalpakete für mehrere tausend Euro, die Lektorat, Cover und „Marketing“ bündeln – die Einzelleistungen sind getrennt eingekauft fast immer günstiger und besser prüfbar. Drittens: Erfolgsversprechen („Bestseller-Garantie“) – niemand kann Verkäufe garantieren. Welche Fallen sonst noch lauern, zeigt der Artikel Die häufigsten Self-Publishing-Fehler.

Welche kostenlosen Alternativen gibt es?

Mehr als viele denken: die Wissensdatenbanken und Hilfebereiche der Plattformen selbst, Autoren-Communitys und Foren, Blogs und Podcasts erfahrener Self-Publisher – und strukturierte Portale wie dieses mit Wissensartikeln und Checklisten für jeden Schritt. Faustregel: Erst kostenlos schlau machen, dann gezielt für die eine Frage bezahlen, die offen bleibt.

Was sollte ich vor einem Beratungsgespräch vorbereiten?

Konkrete Zahlen und ein konkretes Ziel. Also: Genre, bisherige Verkäufe, Preis, Plattform, Marketingaktivitäten – und die eine Frage, die du beantwortet haben willst. „Wie verkaufe ich mehr?“ ist keine Beratungsfrage; „Warum konvertiert meine Produktseite nicht?“ schon. Je präziser die Frage, desto mehr bekommst du für dein Geld.

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